Ampelblitzer: Wie ein Rotlichtverstoß aufgedeckt wird

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Bei Rot über die Ampel: Wie Ampelblitzer auslösen

Ein Ampelblitzer löst in der Regel zweimal aus.
Ein Ampelblitzer löst in der Regel zweimal aus.

Viele Autofahrer erleben diese Situation oft: Einmal etwas zu spät dran auf dem Weg zur Arbeit oder voller Vorfreude auf den Feierabend wird öfter mal die ein oder andere Verkehrsregel außer Acht gelassen.

Besonders häufig ist dies bei roten Ampeln der Fall, denn diese können Fahrer bei falschem Timing einige Sekunden bis Minuten aufhalten. Wieso dann nicht doch noch kurz die rote Ampel überfahren? So lange ist die ja noch gar nicht rot.

Und schon wurden Sie als Autofahrer durch einen grellen Lichtblitz vom Ampelblitzer darauf aufmerksam gemacht, dass das nicht nur Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben kann, sondern beim Rotlichtverstoß auch Bußgelder, Punkte und sogar ein Fahrverbot drohen.

Aber woher weiß so ein Rotblitzer überhaupt, wann er auslösen soll? Wie blitzt ein Ampelblitzer? Und was passiert bei Gelb?

Kameras an Ampeln: Wie Ampelblitzer funktionieren

Wurden Sie bei Rot geblitzt? Dann ist normalerweise ein Bußgeld von mindestens 90 Euro fällig.
Wurden Sie bei Rot geblitzt? Dann ist normalerweise ein Bußgeld von mindestens 90 Euro fällig.

Generell gilt für Autofahrer: Bei Orange bzw. Gelb sollte bereits angehalten werden, wenn dies gefahrlos möglich ist. Das Weiterfahren ist nur dann erlaubt, wenn sie durch den Bremsvorgang andere Verkehrsteilnehmer gefährden könnten.

Springt die Ampel von Gelb auf Rot und ein Fahrzeug überfährt trotzdem die Haltelinie, nehmen die Kameras auf den Ampeln, die mit einem entsprechenden Ampelblitzer ausgestattet sind, den Verstoß auf. Bis hierher könnte es allerdings lediglich ein Haltelinien- und kein Rotlichtverstoß sein, der mit einem geringen Verwarngeld sanktioniert wird.

Um das herauszufinden, wird eine zweite Fotoaufnahme durch den Ampelblitzer gemacht, die zeigt, dass das Auto tatsächlich über die Kreuzung gefahren ist und die rote Ampel somit überfahren hat.

Aus diesem Grund wird durch einen Rotblitzer immer zweimal geblitzt.

Wie erkennen Sie einen Ampelblitzer?

Viele Autofahrer sind der Meinung, dass eine Ampel mit Blitzer direkt zu erkennen ist. Denn an vielen Anlagen sind kleine Kameras installiert, die den vermeintlichen Ampelblitzer darstellen sollen. Allerdings sind diese Kameras meist nur dazu da, den Verkehr zu überwachen und so die Ampelschaltung – besonders bei Nacht beispielsweise – zu regulieren.

Der Blitz bei roter Ampel kommt in der Regel aus einer Box hinter der Ampel, die an eine Radaranlage erinnert. Wurden Sie also bei Rot geblitzt, so ist der Ursprung dieses Lichtblitzes meist hinter der Ampelanlage zu finden.

Geblitzt oder nicht? Der Blitzer an einer Ampel macht es deutlich

Auch Fahrradfahrer sind vor einem Blitzer an der Ampel nicht gefeit. Allerdings ist die Ahndung schwierig.
Auch Fahrradfahrer sind vor einem Blitzer an der Ampel nicht gefeit. Allerdings ist die Ahndung schwierig.

Ob Sie an einer Ampel nun geblitzt wurden, weil Sie die Geschwindigkeit überschritten haben oder weil die Ampel beim Überfahren bereits Rot gezeigt hat, kann in der Regel eindeutig beantwortet werden.

Denn: Wie bereits erwähnt, braucht die Aufdeckung eines Rotlichtverstoßes durch den Ampelblitzer zwei Bilder des Fahrzeugs – eins von hinten und eins von vorne. Bei Blitzerfotos aufgrund erhöhter Geschwindigkeit reicht in der Regel eines von vorne aus.

Wurden Sie allerdings bei roter Ampel geblitzt, so muss durch zwei Bilder sichergestellt werden, dass Sie tatsächlich einen Rotlichtverstoß begangen und auch die Kreuzung – nicht nur die Haltelinie – mit dem Auto überquert haben. Denn hat Sie eine rote Ampel geblitzt, Sie aber haben diese nicht überfahren, so ist das auch auf dem zweiten Foto zu sehen. Dann ist lediglich ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro fällig. Das ist auch der Fall, wenn der Ampelblitzer bei Gelb auslöst, weil Sie noch schnell über die Kreuzung fahren wollten.

Anders sieht dies bei einem einfachen Rotlichtverstoß aus: War die Lichtsignalanlage noch keine Sekunde rot, werden ein Bußgeld von 90 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig. Bei mehr als einer Sekunde – also einem qualifizierten Verstoß – sind es bereits 200 Euro, zwei Punkte sowie ein einmonatiges Fahrverbot.

Bildnachweise:

istockphoto.com/©ralfgosch
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