Anhörungsbogen erhalten: Welche Frist ist hier einzuhalten?

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Wann kommt der Anhörungsbogen?

Wann kommt der Anhörungsbogen? In der Regel dauert dies nur wenige Wochen.
Wann kommt der Anhörungsbogen? In der Regel dauert dies nur wenige Wochen.

Haben Sie eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr begangen – zum Beispiel, weil Sie schneller unterwegs waren als erlaubt oder eine rote Ampel überfahren haben – müssen Sie einen Bußgeldbescheid erwarten. Dieser teilt Ihnen mit, welche Sanktionen gemäß Bußgeldkatalog gegen Sie verhängt werden. Das kann ein Bußgeld sein oder bspw. auch ein Fahrverbot. Allerdings wird häufig zuerst ein Anhörungsbogen versendet. Eine Frist hat die dafür zuständige Behörde zunächst nicht einzuhalten.

Oftmals wird dieses Dokument, das die Anhörung im Bußgeldverfahren darstellt, etwa zwei bis drei Wochen nach dem Verstoß verschickt, sofern dieser bspw. durch einen Blitzer registriert wurde.

Dabei kann es aber bei den zuständigen Ermittlern zu Verzögerungen wegen Urlaub, Krankheit, Unklarheiten usw. kommen – somit bedeuten diese Angaben für den Anhörungsbogen keine festgelegte Frist. Dieser kann auch deutlich später eintreffen.

Wichtig ist nur, dass er nicht nach der Verjährung der Ordnungswidrigkeit eintrifft. Diese beträgt in der Regel drei Monate. Dazu erfahren Sie mehr unter dem letzten Punkt.

Was bedeutet die angegebene Frist auf dem Anhörungsbogen?

Sie haben einen Anhörungsbogen erhalten? Die Frist, die für Sie wichtig ist, wird typischerweise in dem Schreiben erwähnt. Oftmals handelt es sich um eine Zeitspanne von 8 bis 14 Tagen, in denen Betroffene auf das Schreiben antworten müssen. Die dabei verwendete Formulierung sorgt jedoch nicht selten für Verwirrung.

So sind Betroffene nicht unbedingt verpflichtet, den Anhörungsbogen innerhalb einer Frist zurückzusenden. Generell sind Empfänger gut damit beraten, gar nicht auf den Brief zu antworten – niemand kann schließlich gezwungen werden, sich selbst zu belasten.
Manchmal ist es ratsam, den Anhörungsbogen innerhalb der Frist zurückzusenden.
Manchmal ist es ratsam, den Anhörungsbogen innerhalb der Frist zurückzusenden.

Unter Umständen ist es jedoch ratsam und sogar verpflichtend, beim Anhörungsbogen die Frist zur Rücksendung zu beachten.

  • Wenn die Angaben zur Person fehlerhaft sind: In diesem Teil des Bogens sind Ihre Personalien festgehalten. Sie sind verpflichtet, diese zu überprüfen und ggf. zu korrigieren und den Anhörungsbogen mit den Korrekturen an die jeweilige Behörde zurückzusenden. Unter der Sektion “Angaben zur Sache” müssen Sie nichts angeben.
  • Wenn jemand anderes die Ihnen vorgeworfene Verkehrsordnungswidrigkeit begangen hat: In diesem Fall können Sie den anderen Fahrer angeben und den Anhörungsbogen innerhalb der Frist zurückschicken, um sich selbst zu entlasten. Dies sollten Sie jedoch nur machen, wenn Sie sich dessen absolut sicher sind. Eine wahrheitswidrige Angabe kann als Straftat gewertet werden, da Sie damit die Ermittler täuschen.
  • Wenn es sich um einen Firmenwagen handelt: Hier ist es im Normalfall nutzbringender, wenn der wahre Fahrer angegeben wird. Andernfalls muss das Unternehmen damit rechnen, eine Fahrtenbuchauflage zu bekommen. Da dies einen erheblichen Aufwand bedeutet, sollte hier genau abgewägt werden.

Was passiert, wenn ich beim Anhörungsbogen die Frist verpasst habe?

Was ist, wenn Sie die auf dem Anhörungsbogen angegebene Frist verpasst haben?
Was ist, wenn Sie die auf dem Anhörungsbogen angegebene Frist verpasst haben?

Waren die Angaben zur Person korrekt, müssen Sie, wie erwähnt, nicht beim Anhörungsbogen auf die Frist achten.

Verstreicht diese, ohne dass Sie reagieren, dann müssen Sie in der Regel mit keinen Sanktionen rechnen.

Haben Sie aber Ihre fehlerhaften Personalien nicht fristgerecht korrigiert, kann Ihnen ein Bußgeld auferlegt werden.

Die Verjährungsfrist beim Anhörungsbogen

An sich hat der Anhörungsbogen selbst keine Verjährungsfrist. Viel mehr hat er eine Bedeutung für die Verjährung der betreffenden Verkehrsordnungswidrigkeit. Er unterbricht diese nämlich: Nach Erhalt vom Anhörungsbogen beginnt die Frist von drei Monaten gemäß Verkehrsrecht erneut zu laufen.

Die auf dem Anhörungsbogen angegebene Frist gilt auch nicht als zulässige Zeitspanne, in der Sie Einspruch dagegen einlegen können. Sie können nämlich nur gegen den darauffolgenden Bußgeldbescheid Einspruch einlegen.

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