Im Bußgeldbescheid steht ein falscher Name – Was ist zu tun?

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Fehlerhafte Namensangabe im Bußgeldbescheid – Führt dies zur Ungültigkeit?

Steht im Bußgeldbescheid ein falscher Name? Prüfen Sie diesen aufmerksam.
Steht im Bußgeldbescheid ein falscher Name? Prüfen Sie diesen aufmerksam.

Das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) schreibt in Paragraph 66 vor, über welche Angaben ein Bußgeldbescheid verfügen muss, damit dieser gültig ist.

Hierzu gehören laut OWiG unter anderem die Bezeichnung der Tat, die dem Betroffenen vorgeworfen wird, die Beweismittel und die korrekte sowie vollständige Rechtsbehelfsbelehrung.

Außerdem muss der Bescheid auch immer Angaben zur Person des Betroffenen enthalten. Wie verhält es sich aber, wenn im Bußgeldbescheid ein falscher Name genannt wird? Führt dies zur Unwirksamkeit des Bußgeldbescheids? Kann wegen diesem Fehler Einspruch erhoben werden?

FAQ: Das Wichtigste zum Bußgeldbescheid mit falschem Namen

Muss ein Bußgeldbescheid den richtigen Namen enthalten?

Ein Bußgeldbescheid muss Angaben zur Person und damit auch den Namen enthalten.

Ist ein Bußgeldbescheid mit falschem Namen ungültig?

Nein, ein Bußgeldbescheid kann auch gültig sein, wenn der Name falsch ist. Es handelt sich dabei um einen Formfehler.

Wie falsch darf der Name im Bußgeldbescheid sein?

Es ist wichtig, dass die Person anhand der übrigen Angaben zweifelsfrei identifiziert werden kann. Vertauschte Buchstaben oder Vor- und Zunamen begründen einen Einspruch nicht.

Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm – Eine wichtige Entscheidung

Das OLG Hamm beschäftigte sich im Jahr 2005 mit der Frage, ob ein Bußgeldbescheid, wenn ein falscher Name darin angegeben wird, unwirksam ist.

Der Betroffene hatte sich gegen einen Bußgeldbescheid gewehrt, weil die Namensangabe falsch war – zwei Buchstaben waren beim Nachnamen vertauscht worden.

Ist im Bußgeldbescheid ein falscher Name angegeben, führt dies nicht immer zur Ungültigkeit.
Ist im Bußgeldbescheid ein falscher Name angegeben, führt dies nicht immer zur Ungültigkeit.

Das Gericht entschied, dass der Bescheid Gültigkeit besitzt, obwohl ein Schreibfehler vorliegt. Begründet wurde dieses Urteil damit, dass die Person mit Hilfe des Geburtsdatums sowie des Vornamens eindeutig identifiziert werden konnte.

Selbiges galt laut Gericht auch für die die Verjährung unterbrechende Anhörung des Betroffenen durch den Anhörungsbogen. Diesen hatte der Betroffene zusätzlich angefochten.

Wird im Bußgeldbescheid ein falscher Name angegeben und handelt es sich lediglich um einen Schreibfehler, so führt dies nicht zur Unwirksamkeit des Bescheids. Wichtig ist jedoch, dass der Beschuldigte anhand der übrigen Angaben zweifelsfrei identifiziert werden kann. Auch vertauschte Buchstaben beim Kennzeichen gelten lediglich als Formfehler, die überarbeitet werden können.

Weitere Gerichtsurteile

Auch andere Gerichte haben ähnliche Urteile gefällt. So entscheid das OLG Hamm, dass der Bußgeldbescheid auch dann Gültigkeit erhält, wenn ein zweiter Vorname fälschlicherweise als Zuname genannt wird.

Das OLG Saarbrücken legte außerdem fest, dass die Anrede „Frau“, die bei einem männlichen Betroffenen falsch ist, nicht zur Unwirksamkeit des Bescheids führt.

Sollte Ihnen ein Fehler im Bußgeldbescheid auffallen, können Sie gegen diesen innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch erheben.

Bildnachweise:
istockphoto.com – BernardaSv
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Ein Gedanke zu „Im Bußgeldbescheid steht ein falscher Name – Was ist zu tun?“

  1. Hallo :wegen falsch Parken bekam ich 20 euro Strafe,der Strafzettel war kaum zu lesen wegen Nässe die Straße war ebenfalls falsch eingetragen .ich bin halbseitig auf einen Gehweg gestanden 60cm Breite Länge nur so lang wie das Haus ist.

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