Gebühren bei einem Bußgeldbescheid

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Welche Kosten kommen neben Verwarnungs- oder Bußgeld noch auf Verkehrsteilnehmer zu?

Zusätzlich zum Bußgeld: Gebühren erhöhen den Betrag, den Sie zahlen müssen.
Zusätzlich zum Bußgeld: Gebühren erhöhen den Betrag, den Sie zahlen müssen.

Die Kosten, die einem Bußgeldbescheid zu entnehmen sind, fallen meist noch höher aus als in der Bußgeldtabelle festgelegt. Das liegt daran, dass zur regulären Geldbuße auch noch weitere Kosten kommen, z.B. die sogenannten “Auslagen” der Verwaltungsbehörde für die Zustellung des Briefes, welche das Bußgeld in die Höhe schnellen lassen.

Die Gebühren, die Sie zahlen müssen, sind zwingender Bestandteil des Bußgeldbescheids und müssen unbedingt im Schreiben genannt sein. Trotzdem erschließt sich nicht immer, wie sie berechnet werden. Aus diesem Grund möchten wir im folgenden Ratgeber näher auf die in einem Bußgeldbescheid enthaltenen Gebühren eingehen.

Zusammensetzung der für einen Bußgeldbescheid anfallenden Gebühren

Bußgeldbescheid: Die zusätzlichen 25 Euro sind die Gebühr für die Verwaltungskosten.
Bußgeldbescheid: Die zusätzlichen 25 Euro sind die Gebühr für die Verwaltungskosten.

In der Regel setzt der gesamte Betrag letztendlich aus drei unterschiedlichen Posten zusammen: Zunächst besteht er aus dem Bußgeld für die Ordnungswidrigkeit. Hinzu kommen weitere verwaltungsrechtliche Gebühren: Die Verfahrensgebühr wird nach §107 I OWiG berechnet.

Ab einem Betrag von 60 Euro wird eine finanzielle Sanktion in jedem Fall als Bußgeld bezeichnet. Bei geringeren Beträgen und weniger schwerwiegenden Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr kann auch ein Verwarnungsgeld angesetzt werden. Bei diesem entfallen die zusätzlichen Gebühren in Höhe von in der Regel 25 Euro.

Weitere Informationen zu Auslagen und verwaltungsrechtlichen Gebühren, die bei einer Geldbuße noch dazukommen, finden Sie im OwiG, dem Ordnungswidrigkeitengesetz, in § 107 “Gebühren und Auslagen”.

Bußgeldbescheid: Gebühren und Auslagen

Hinzu kommen als Drittes auch noch die sogenannten Auslagen, welche die für einen Bußgeldbescheid anfallenden Gebühren erhöhen. Als Auslagen werden solche Gebühren bezeichnet, die für die Behörde während des Verfahrens entstehen. Darunter fallen zum Beispiel jene für Telegramme, für die Postzustellung, für öffentliche Bekanntmachungen, für Erzwingungshaft, Reisekosten, Anwaltsgebühren, oder noch einige andere Modalitäten, die für die Behörde während des Verfahrens auftreten können.

Die Auslagen betragen bei einem regulären Bußgeldbescheid 3,50 Euro. Dies ist der Fall, wenn der Briefverkehr lediglich den Bußgeldbescheid umfasste. Für jedes weitere verschickte Schreiben kommen weitere Zustellkosten dazu.

Die genaue Höhe des Bußgeldes ergibt sich zumindest im Straßenverkehr aus dem Zusammenspiel mehrerer Elemente. So spielt es zum Beispiel eine Rolle, ob eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb oder außerhalb der geschlossenen Ortschaft stattgefunden hat. Je nachdem, mit wie viel km/h Sie zu viel geblitzt worden sind, erhöht sich das Bußgeld natürlich auch. Hier finden Sie eine Bußgeldtabelle mit den wichtigsten Verstößen gegen das Verkehrsrecht – Punkte, Bußgelder und Fahrverbot können Sie dort nachlesen.

Verwaltungsgebühren lassen sich schlecht vorhersagen

In der Regel enthält ein Bußgeldbescheid eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 28,50 Euro.
In der Regel enthält ein Bußgeldbescheid eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 28,50 Euro.

Die für einen Bußgeldbescheid anfallenden Gebühren, die noch zum üblichen Bußgeld dazukommen, können nicht einer einheitlichen Bußgeldtabelle entnommen werden. Sie unterscheiden sich von Fall zu Fall.

Die Gebühren bei einem Bußgeldbescheid sind vor allem Verwaltungskosten, denn die Behörden müssen Ihre Arbeit schließlich auch finanzieren.

Die vollständige finanzielle Sanktion erhalten Sie erst, wenn Sie Gebühren und Bußgeldbescheid addieren. Die Auslagen der Verwaltungsbehörde, die z.B. für die gesetzmäßige Zustellung vom Bußgeldbescheid anfallen, muss ebenfalls der Delinquent bezahlen.

Eine Summe von mindestens 20 Euro, aber höchstens 7.500 Euro kann als Gebühr angesetzt werden. Beim Bußgeldbescheid ist eine Gebühr von 25 Euro der Normalfall, dazu kommen, wie oben bereits erwähnt, noch Auslagen in Höhe von meist etwa 3,50 Euro.

Das Bundesland Niedersachsen hat eine Richtlinie für die Gebühren bei Bußgeldern angelegt, hier werden verschiedene Posten von Auslagen spezifiziert und es wird festgelegt, was der Empfänger bezahlen muss. Der Versand von Akten kostet hier beispielsweise 12 Euro, Telefonate dagegen werden nicht abgerechnet.

Jeder aufgrund des Falls gefahrene Kilometer im Dienstfahrzeug kostet den Empfänger 30 Cent. Die Summe der Auslagen kann aus diesem Grund stark variieren, denn kein Fall ist gleich.

Bei einem normalen Bußgeldbescheid liegen die Gebühren und Auslagen jedoch in der Regel bei 28,50 Euro.

Bildnachweise:
istockphoto.com/lavralavaga
istockphoto.com/molka
istockphoto.com/Milous

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (58 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
Loading...
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

17 Gedanken zu „Gebühren bei einem Bußgeldbescheid“

  1. Thema Gebühren und Auslagen zuzüglich zum Bußgeld.
    Der “Rechnungssteller” berechnet zusätzlich die Erstellung der “Rechnung”. Das fällt nicht jedem ein!

  2. Hallo ,meine frage lautet .
    Ich bin zuschnell gefragen bei auserhalb geschlossener ordschaft wurde geblitzt in recklinghausen .mann dürfte 80km fahren ich wurde mit abzug der Toleranz mit 107geblitzt das heist 27km zuschnell.
    Und muss 126euro bezahlen ,laut der liste bei 27km zuschnell 80euro und ein punkt und die bearbeutungs gebühr beträgt fast 50euro und das kann ich nicht akzeptieren das man soviel gebühr bezahlen muss.
    Ist das richtig bitte um antwort .
    Danke

    1. Hallo Murat,

      wieso die Gebühr in Ihrem Fall so hoch ausfällt, können wir Ihnen nicht beantworten. Wenden Sie sich an Ihre Bußgeldstelle oder an einen Anwalt, wenn Sie die Gebühren als ungerechtfertigt ansehen.

      Ihr Team von Bußgeldbescheid-Einspruch.com

  3. Hallo,

    ich bin versehentlich auf einem Betriebsweg gefahren ( 5meter länge )
    Dabei wurde ich angehalten, entsprechend belehrt und man wollte 20 Euro in bar. Da ich kein Bargeld dabei hatte, fragte ich nach EC Cash, wurde verneint, ich könne zur nächstgelegenden Geldautomaten gehen und Bargeld abheben…das wollte ich nicht, denn ich seh nicht ein, eine Gebühr von 7,50 € zu zahlen.
    Dann wurde mir der Postweg offen gehalten, doch dann würde es 40 Euro kosten…Na dann ist das so, entgegnete ich…Nach Datenaufnahme, kam man zu mir und offenbarte mir, das dass Bussgeld laut Katalog doch höher ausfällt ( 25€) plus ca. 17 Euro Bearbeitungsgebühr wenn ich den Postweg wähle.
    Meine Frage richtet sich nun aus folgendem:
    Kann mir tatsächlich eine höhere Gebühr aufgeschlagen werden, nur weil ich kein Bargeld dabei hatte…ich finde knapp 40 € oder gar mehr, recht unangemessen…eine mündliche Verwarnung hätte auch seine Wirkung nicht verfehlt.

    Vielen Dank

    1. Hallo Angela,

      bei Erlass eines Bußgeldbescheids fallen in der Regel immer Verwaltungsgebühren an, die bei einer direkten Barzahlung nicht aufgeschlagen werden.

      Ihr Team von Bußgeldbescheid-Einspruch.com

  4. Hallo,
    auf Grund einer Ordnungswidrigkeit bei einer Dienstreise mit einem Mitwagen soll ich die Bearbeitungsgebühren für den zugestellten Anhörungsbogen der Firma übernehmen, ich habe bereits für den mir zugestellten Anhörungsbogen Gebühren erhalten.

    Ist das korrekt, dass ich auch die Gebühr meiner Firma übernehmen muss.
    Vielen Dank.

    1. Hallo Christian,

      es ist durchaus legitim, wenn die Firma Ihnen die Gebühren in Rechnung stellt. Sie haben die Ordnungswidrigkeit schließlich selbst begangen.

      Ihr Team von Bussgeldbescheid-Einspruch.com

  5. Hallo, bei mir haben sich Verwaltungsgebühreen aus verschiedenen Bußgeldverfahren angesammelt, da ich immer bei Haftandrohung nur das Bussgeld, aber nicht die Nebenkosten gezahlt habe, ich bin mittellos und besitze nichts Pfändbares. Jetzt drohte der Vollstreckungsbeamte mit Führerscheinentzug wenn ich weiter wie bisher nur 10 Euro im Monat zur Abtragung der Schuld zahlen kann. Hat diese Drohung Substanz? Mein Auto hat nur einen Restwert von ca. 300 Euro, eine Pfändung wäre für das Amt ein Zuschußgeschäft (hat er indirekt bestätigt). Ich habe gelesen, das eine eidesstattliche Versicherung mich eigentlich von den Zahlungen befreien würde. stimmt das?

    1. Hallo Frank,

      Sie können sich mit Ihrem Anliegen an einen Anwalt wenden. Zudem ist es möglich, mit der zuständigen Behörde eine Lösung für Ihr Problem zu finden.

      Ihr Team von Bussgeldbescheid-Einspruch.com

  6. Hallo!
    Meine frage ist folgende
    meine Freundin wurde vom Gericht zu einer Bußgeldhöhe von 300 euro verurteil, grund ihre Tochter gin einigemale nicht zur Schule. Sie nahm die zahlungen auf und zahlte statt 300 euro nur 260 und dachte sie hätte alles gezahlt. Nach 2 monaten kam Post vom gericht entweder die restliche 40 euro zahlen oder einen tag Haft. sie sofort am nächsten tag diesen Betrag gezahlt. Nach erneuter 2 wochen kam Post vom Landkreis und erheben einen gebühr von 28,50 euro die sie noch zahlen müßte,mit dem vermerk sie sahen das der fehlende Betrag am 1 gezahlt wurde, ist das rechtens das der Lankreis diese Gebühr erheben darf? Danke für eure Antwort

    Nachtrag! vor allem ist nicht ersichtlich wie die 28,50euro zusammengesetzt sind weder aufgelistet noch sonstwas einfach nur einen Überweisungsträger mit dem geforderten Betrag mehr nicht!

    1. Hallo Klaus-Dieter,

      in einem Bußgeldverfahren sind Gebühren zu entrichten. Diese sollen dem Verwaltungsaufwand der Behörde Rechnung tragen.

      Ihr Team von Bussgeldbescheid-Einspruch.com

  7. Hallo, ich bin in der Stadt Hannover in der 30er Zone statt 30 km, 38 km/St. gefahren. Der Bußgeldbescheid setzt sich aus 15 Euro Bußgeld, 25 Euro Verfahrenskosten und 3,50 Euro Auslagen zusammen. Ist das zulässig.

    1. Hallo A.,

      wie Sie dem obigen Text entnehmen können, fallen bei einem Bußgeldbescheid stets Gebühren und Auslagen an. Diese betragen in der Regel zusammen 28,50 Euro.

      Das Team von bussgeldbescheid-einspruch.com

  8. Ich hab einen Einspruch gegen mein Bußgeldbescheid eingelegt.. Ich soll nicht am rechten fahrbahnrand geparkt haben… Da dort ein Fahrrad Streifen ist. wie jeder weiß bekommt man dafür einen Strafzettel wenn man auf den Fahrradsteifen parkt… Dazu gesagt ich bin Lieferant.
    Ja nun kamm der zweite Brief innerhalb von 2tagen und gleich darf ich die verfahrenskosten tragen von 25euro plus 3,50 für Auslagen.
    Das ist abzocke auf höchsten Niveau!
    Und die Erläuterung vom Amt :um die Ecke ist eine ladezone! Jetzt soll mir mal jemand erklären woher ich das wissen soll und Vorallem woran erkenne ich eine ladezone.? Das ist so lächerlich und das alles weil ich villt 10min dort stand!

    1. Hallo Fabian H,

      das tut uns Leid zu hören, doch haben wir auf die Entscheidung der Behörde keinen Einfluss. Können wir Ihnen sonst irgendwie weiter helfen?

      Das Team von bussgeldbescheid-einspruch.com

  9. Darf eine Vollstreckungsstelle wegen einer Summe mehrerer Beträge, die nicht Bußgelder sind (die wurden alle bezahlt) sondern lediglich die Verfahrenskosten (die wurden mit geringen Beträgen in 10 von 12 Monaten teils bezahlt) mit Erzwingungshaft drohen? Laut Verfahrensrecht 6.6.3 dürfte dies nach §96 abs.1 Nr.1 OWiG nicht sein.

    Stellt die Androhung von Erzwingungshaft wider besseres Wissen um die Rechtslage eine Form der Nötigung dar? Ist es mir möglich, Strafanzeige zu erstatten?

    Und darf eine Vollstreckungsstelle meinen Verweis auf eine vorliegende eidesstattliche Versicherung samt Vermögensaufstellung ignorieren und mich zahlungsunwillig nennen?

    1. Hallo Frank,

      Sie können sich mit Ihrem Anliegen an einen Anwalt wenden. Wir dürfen Ihnen keine kostenlose Rechtsberatung geben.

      Die Redaktion von bussgeldbescheid-einspruch.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.