Alkohol am Steuer

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Buß‌geldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Bußgeldrechner für Alkohol am Steuer

Bußgeldkatalog für Alkohol am Steuer

Tat­be­standBuß­geldPunk­teFahr­ver­botLohnt ein Einspruch?
Blut­al­ko­hol­wert über 0,5 Pro­mil­le500 Eu­ro2 Punk­te1 Mo­natHier prüfen
... zwei­ter Ver­stoß1.000 Eu­ro2 Punk­te3 Mo­na­teHier prüfen
... drit­ter Ver­stoß1.500 Eu­ro2 Punk­te3 Mo­na­teHier prüfen
Blut­al­ko­hol­wert ab 0,3 Pro­mil­le
... mit Ge­fähr­dung
Geld­stra­fe bis
Frei­heits­stra­fe
3 Punk­teFüh­rer­schein­ent­zug
(min­des­tens 6 Mo­na­te)
Hier prüfen
Blut­al­ko­hol­wert über 1,09 Pro­mil­leGeld­stra­fe bis
Frei­heits­stra­fe
3 Punk­teFüh­rer­schein­ent­zug
(min­des­tens 6 Mo­na­te)
Hier prüfen

Alkoholgrenze für Fahrradfahrer

Blut­al­ko­hol­wertSank­tionLohnt ein Einspruch?
1,6 Pro­mil­lehö­he­re Geld­stra­fe
+ 3 Punk­te
+ ggf. MPU
Hier prüfen
0,3 Pro­mil­le
- mit auf­fäl­li­gem Fahr­ver­hal­ten, Sach­scha­den, Be­hin­der­ung
Stra­fan­zei­geHier prüfen

Warum Alkohol und Autofahren nicht zusammen gehören

Alkohol am Steuer ist nicht nur gefährlich, sondern auch strafbar.
Alkohol am Steuer ist nicht nur gefährlich, sondern auch strafbar.

Im Jahre 2014 wurden insgesamt 260 Personen aufgrund von Alkohol am Steuer auf Deutschlands Straßen getötet. Prozentual macht das 7,7 Prozent aller Verkehrstoten des gesamten Jahres aus. Hinzu kommen jedoch noch 4.688 Schwerverletzte (6,9 Prozent), 17.116 verunglückte Personen unter Alkoholeinfluss (4,4 Prozent) und 13.612 verursachte Unfälle mit Personenschaden (4,5 Prozent).

Unfälle durch Alkohol im Straßenverkehr haben zwar in den letzten Jahrezehnten stetig abgenommen, was auch mit der Einführung einer gesetzlich geregelten Promillegrenze in Deutschland zusammenhängt. Doch sind gerade solche Verkehrsunfälle absolut vermeidbar und tragisch, da oft unbeteiligte Dritte Opfer einer solchen Trunkenheitsfahrt sind.

Weiteres zum Thema Alkohol am Steuer können Sie hier nachlesen:

Alkohol am Steuer: Strafen für Trunkenheitsfahrten

Betrunken Auto zu fahren, steht unter Strafe: Alkohol am Steuer bedeutet nicht nur eine erhöhte Gefährdung für alle Verkehrsteilnehmer. Neben Bußgeldern kann auch ein Fahrverbot wegen Alkohol und Überschreitung der zulässigen Promillegrenze im Auto folgen. Der gesetzlich festgelegte, zulässige Promillehöchstwert, den ein Autofahrer in Deutschland haben darf, liegt bei 0,5 Promille. Bei einem Verstoß gegen diese Alkoholgrenze im Auto, können ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat folgen.

Bei Wiederholungstätern, also Fahrern die schon das zweite oder dritte Mal durch Trunkenheit im Verkehr aufgefallen sind, wird das Bußgeld verdoppelt bzw. verdreifacht. Ein ausgesprochenes Fahrverbot wegen einer Alkoholfahrt liegt dann oft bei drei Monaten. Auch die Teilnahme an einer MPU kann als Auflage dienen.

Die Strafen für Alkohol am Steuer sind im Vergleich zu anderen Vergehen recht hoch.
Die Strafen für Alkohol am Steuer sind im Vergleich zu anderen Vergehen recht hoch.

Ab einem Promillewert von 1,1 gilt ein Autofahrer als absolut fahruntüchtig. Ein Verstoß gegen diese Obergrenze wird als Straftat gewertet, unabhängig davon, ob der Fahrer Ausfallerscheinungen zeigt oder nicht. Je nach Folgen einer solchen Alkoholfahrt muss der Fahrer mit einer empfindlichen Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe rechnen.

Hinzu kommen drei Punkte in Flensburg. Zusätzlich droht der Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer für die Dauer von mindestens sechs Monaten – je nach Ermessen des Richters und dem gemessenen Blutalkoholwert. Für Fahrer, die schon mehrfach belangt wurden wegen Trunkenheit am Steuer, gilt: Zur Strafe hinzukommen kann die Auflage der kostenpflichtigen Teilnahme an einer MPU.

Doch auch unterhalb der 0,5-Promillegrenze sind Bußgelder wegen Alkohol am Steuer möglich. Ist nach einem Unfall in Ihrem Blut eine Alkoholkonzentration zwischen 0,3 und 0,49 festgestellt und kann Ihnen ein Fahrfehler nachgewiesen werden, ist auch hier oft ein Bußgeld die Folge. Zumindest aber kann Ihre Versicherung Leistungen verweigern. Bei erwiesener uneingeschränkter Fahrtauglichkeit jedoch bleiben Sie in der Regel straffrei.

Ausnahme: Alkohol am Steuer in der Probezeit

Wichtig:
Alkohol am Steuer ist unter 21 Jahren generell nicht gestattet. Es gilt hier ebenso wie für alle Fahranfänger eine 0,0-Promillegrenze in Deutschland.

Für alle Fahrer mit gerade erst erworbenem Führerschein, ist Alkohol absolut tabu. In Deutschland gilt seit August 2007 für Fahranfänger die 0,0-Promillegrenze. Alkohol am Steuer ist während der Probezeit also ohne Ausnahme gesetzlich verboten. Die Sanktionen gegen Fahranfänger, die gegen diese Regelung verstoßen, sind wesentlich härter, als bei Fahrern, die die Probezeit bereits hinter sich haben.

Ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro, ein Punkt in Flensburg und eine kostenpflichtige Nachschulung (Aufbauseminar) können hier auch schon beim Fahren mit einem Promillewert unter 0,5 die Folge sein. Darüber hinaus wird die Probezeit um zwei weitere Jahre verlängert.

Fahren unter Alkoholeinfluss bei Fahrradfahrern

Auch für Fahrradfahrer gelten Obergrenzen beim Fahren unter Alkoholeinfluss. Fahren Sie Fahrrad mit einem Promillewert von 1,6 oder höher, begehen sie eine Straftat, unabhängig davon, ob Sie einen Unfall verursachen oder andere Verkehrsteilnehmer behindern. Nach eingehenden Untersuchungen wurde gesetzlich festgelegt, dass ab diesem Wert jeder Fahrradfahrer als fahruntauglich gelten kann.

Erhöhte Werte von Alkohol auf dem Fahrrad können ebenso strafbar sein.
Erhöhte Werte von Alkohol auf dem Fahrrad können ebenso strafbar sein.

Laut Bußgeldkatalog müssen sie bei einem derartigen Alkoholverstoß auch als Fahrradfahrer mit einer Geldstrafe, drei Punkten in Flensburg und der Anordnung einer MPU rechnen. Die Höhe der Geldstrafe wird individuell festgelegt und liegt im Ermessen des jeweiligen Richters unter Berücksichtigung eventueller Folgevergehen, wie z.B. Unfallverursachung, Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer u.a.

Alkohol auf dem Fahrrad kann jedoch auch schon unterhalb der 1,6-Promille-Grenze, genauer ab einem Wert von 0,3 Promille, strafbar sein. Auffälliges Fahren unter Alkohol, Verursachung eines Unfalls oder Verkehrsbehinderung können auch schon bei geringer festgestelltem Alkoholwert zu einer Strafanzeige führen und ein Bußgeld und Punkte in Flensburg nach sich ziehen. Bei Wiederholungstätern darf auch ein vorhandener Führerschein wegen Alkohol auf dem Fahrrad entzogen werden.

Auswirkungen von Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit

Wichtig: Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten und Alkohol sind zusätzlich Wechselwirkungen möglich, die auch bei wenig Alkohol am Steuer gefährlich werden können.

Es gibt ein breites Spektrum an Auswirkungen, die Alkohol im Straßenverkehr gefährlich machen und sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken. Dazu gehören der sogenannte Tunnelblick, schlechte räumliche Wahrnehmung, Lichtempfindlichkeit, Rotschwäche und unscharfes Sehen. Bereits ab einem Blutalkoholwert von 0,3 Promille lassen Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit merklich nach. Der Genuss von Alkohol begünstigt aber auch eine höhere Risikobereitschaft und andere Ausfallerscheinungen.

Auswirkungen von Alkohol am Steuer:

  • Tunnelblick (eingeengtes Sichtfeld): Außerhalb der direkten Blickrichtung werden nur noch schlecht Bewegungen oder Hindernisse wahrgenommen. “Aus dem Augenwinkel heraus” etwas zu sehen, ist immer schlechter möglich.
  • schlechte räumliche Wahrnehmung: Der Alkohol bewirkt eine Hemmung der Informationssendung zwischen Augen und Sehnerv. Folge sind Probleme beim räumlichen, dreidimensionalen Sehen. Die Abschätzung von Geschwindigkeit und Abständen funktioniert schlechter, die Gefahr von Auffahrunfällen ist damit erhöht.
  • Lichtempfindlichkeit: Der Alkoholkonsum bewirkt eine verzögerte Pupillenreaktion. Bei plötzlichem Lichteinfall verengen sich die Pupillen zu langsam, der Fahrer wird verstärkt geblendet. Besonders bei Nachtfahrten erhöht sich dadurch das Unfallrisiko.
  • Rotlichtschwäche: Das Spektrum von rotem Licht wird zunehmend schlechter wahrgenommen und damit auch rote Ampeln und Brems- bzw. Rückleuchten anderer Fahrzeuge.
  • unscharfes Sehen: Mit zunehmender Blutalkoholkonzentration steigt die Trägheit der Augen. Die Fixierung einzelner Gegenstände, Fahrzeuge oder Verkehrsteilnehmer ist beeinträchtigt. Da die Augen nicht mehr schnell genug zwischen Nah- und Fernsicht wechseln können, verschwimmen die Bilder. Teilweise ist auch “Doppeltsehen” möglich.

Ab einem Grenzwert von 1,6 Promille machen sich deutliche Ausfallerscheinungen bemerkbar. Doch Alkohol und seine Auswirkungen hängen auch von der Gewöhnung ab. Auf der einen Seite kann es vorkommen, dass Personen auch unter Alkohol das Autofahren noch recht unauffällig beherrschen und nur wenige Ausfallerscheinungen zeigen, obwohl mehr als 2,0 Promille im Blut festzustellen sind.

Bei zuviel Alkohol lieber auf das Taxi umsteigen.
Bei zuviel Alkohol lieber auf das Taxi umsteigen.

Dann ist in der Regel davon auszugehen, dass die Person durch regelmäßigen Alkoholkonsum (oer eine vorliegende Alkoholsucht) derart “trainiert” ist, dass solch hohe Werte nicht mehr mit den entsprechenden Nebenwirkungen einhergehen bzw. diese erst viel später einsetzen.

Auf der anderen Seite kann ein Glas Sekt bei Personen, die nur sehr selten Alkohol konsumieren, bereits verstärkte Auswirkungen zeigen, die auch bei unter 0,5 Promille zu Fahruntüchtigkeit führen können.

Typische Fahrfehler bei Alkohol am Steuer:

  • Fahren ohne Licht
  • Rotlichtverstöße
  • zu dichtes Auffahren und Auffahrunfälle
  • “Schlangenlinien” fahren
  • Anfahren von Verkehrshindernissen beim Einparken / Ausparken

Alkohol am Steuer: Feststellung des Promillewertes

Die Polizei darf Sie bei einem Anfangsverdacht während einer Kontrolle auffordern, einen Atemalkoholtest zu machen. Das umgangssprachliche “Pusten” wird mit Hilfe eines Atemalkoholmessgerätes, dem “Handalkomat” vollzogen. Der Fahrer ist generell nicht verpflichtet, an einem Atemalkoholtest teilzunehmen und kann die Mitwirkung verweigern.

Aber: Bei einem verstärkten Verdacht ist die Polizei gehalten und rechtlich dazu befähigt, mit Hilfe eines richterlichen Beschlusses (oder vom Staatsanwalt) einen Blutalkoholtest zu erzwingen. Ergibt der Atemalkoholtest einen relevant erhöhten Promillewert, wird die Alkoholkonzentration im Blut durch einen Blutalkoholtest evaluiert. Erst der Blutalkoholwert ist beweiskräftig.

Unterscheidung zwischen Atemalkoholkonzentration (AAK) und Blutalkoholkonzentration (BAK)

Bei Anfangsverdacht wird der Promillewert zuerst durch einen Atemalkoholtest ermittelt.
Bei Anfangsverdacht wird der Promillewert zuerst durch einen Atemalkoholtest ermittelt.

Der bei einem Atemalkoholtest gewonnene Alkoholwert kann nur als Richtwert dienen, ist jedoch vor Gericht selbst nicht beweiskräftig. Grund dafür ist die große mögliche Fehlerdichte: Hat jemand zum Beispiel unmittelbar vor dem Alkoholtest ein alkoholisches Getränk zu sich genommen, kann ein höherer Wert angegeben werden, als im späteren Blutalkohol nachweist.

Liegt andererseits zwischen Alkoholgenuss und Test eine größere Zeitspanne, während der auch gegessen und anderes getrunken wurde, kann ein geringerer Wert gemessen werden, als sich aus dem Verhalten des Fahrers und des später ermittelten Blutalkoholwertes ergibt. Die Blutalkoholkonzentration ist ein wesentlich genauerer Messwert und damit auch vor Gericht als Beweismittel zugelassen.

Um 0,1 Promille abzubauen, benötigt der Körper mindestens eine Stunde.

Bildnachweise:
fotalia.com/Syda Productions
fotalia.com/Christian Müller
istockphoto.com/JiriSebesta
istockphoto.com/Feverpitched
istockphoto.com/stickytoffeepudding

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (48 Bewertungen, Durchschnitt: 4,35 von 5)
Loading...
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Buß‌geldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.