Bußgeldkatalog Anschnallpflicht

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Bußgeldrechner Anschnallpflicht

Bußgeldtabelle Anschnallpflicht

TatbestandBußgeldPunkte
Während der Fahrt Sicherheitsgurt nicht angelegt30 Euro
Führen eines Kraftfahrzeugs ohne vorgeschriebene Sicherheitsvorrichtungen20 Euro
Führen des Kraftfahrzeugs mit nach hinten gerichteter Rückhalteeinrichtung für Kinder auf dem Beifahrersitz, obwohl dieser mit betriebsbereitem Airbag ausgerüstet ist25 Euro
Mitnahme eines Kindes ohne vorschriftsmäßige Sicherung30 Euro
Mitnahme mehrerer Kinder ohne vorschriftsmäßige Sicherung35 Euro
Kind ohne jede Sicherung transportiert60 Euro1 Punkt
Mehrere Kinder ohne jede Sicherung transportiert70 Euro1 Punkt

Gurtpflicht in Deutschland seit 1976

Die Anschnallpflicht in Deutschland gilt seit 1976.
Die Anschnallpflicht in Deutschland gilt seit 1976.

Bereits im Jahr 1976 wurde in Deutschland die Anschnallpflicht für die Insassen von PKW auf den Vordersitzen eingeführt. Mitfahrer auf dem Rücksitz sind seit 1984 verpflichtet, sich während der Fahrt durch Sicherheitsgurte anzuschnallen.

Die Gurtpflicht in Deutschland ist eine Regelung, die im Notfall Leben retten kann, da ein Sicherheitsgurt bei starken Bremsungen oder einem Aufprall die im Auto sitzende Person am Hinausschleudern hindern kann.

Aber gilt die Anschnallpflicht auch für Taxifahrer? Müssen Kinder auf dem Beifahrersitz ebenfalls durch einen Gurt gesichert werden? Und welches Bußgeld ist fällig, wenn Sie sich nicht an die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) halten?

Diese und weitere Fragen soll unser Ratgeber zur Anschnallpflicht in Deutschland beantworten.

Grundlagen der StVO: Wann ist der Gurt Pflicht?

In § 21 der StVO ist die Anschnallpflicht bei der Personenbeförderung geregelt. Demnach dürfen nicht mehr Personen in einem Kfz befördert werden, als Sicherheitsgurte vorhanden sind.

Auch und vor allem bei Kindern ist die Gurtpflicht wichtig: Bis zum vollendeten 12. Lebensjahr müssen Kinder, die kleiner als 1,50 m sind, zusätzlich zur Anschnallpflicht mithilfe eines Kindersitzes gesichert werden.

Die Gurtpflicht für Kinder sollte besonders beachtet werden.
Die Gurtpflicht für Kinder sollte besonders beachtet werden.

Wichtig dabei ist: Kindersitze, die nach hinten gerichtet sind, dürfen auf Beifahrersitzen nicht installiert werden, wenn das Auto über einen betriebsbereiten Beifahrerairbag verfügt.

Allerdings sind in der StVO auch einige Ausnahmen von der Sicherungspflicht definiert. Aber welche sind das genau?

 

Folgende Personengruppen und Fahrten sind demnach als Ausnahmen von der Gurtpflicht befreit:

  • Personen beim Haus-zu-Haus-Verkehr (also z. B. Lieferanten),
  • Fahrten mit Schrittgeschwindigkeit, Rückwärtsfahren, Fahrten auf Parkplätzen,
  • Fahrten in Kraftomnibussen, bei denen u. a. auch stehende Fahrgäste befördert werden (z. B. im Linienverkehr),
  • Betriebspersonal in Bussen und Begleitpersonal betreuungsbedürftiger Personen während der Dienstleistungen,
  • Fahrgäste in Bussen ab 3,5 t beim kurzzeitigen Verlassen des Sitzplatzes.

Beachten Sie: Die Anschnallpflicht gilt seit Oktober 2014 ebenfalls für Taxifahrer. Die vorher geltende Ausnahme, die Taxifahrer bei Überfällen schützen sollte, gilt nicht mehr. Unfälle sind heutzutage eine größere Gefahr.

Müssen Sie Ihren Hund anschnallen?

Viele Menschen fragen sich beim Transport ihres Tieres, was bei der Sicherung der Vierbeiner beim Fahren zu beachten ist. Grundsätzlich gilt hier: Tiere werden verkehrsrechtlich zur Ladung gezählt und müssen entsprechend den Regeln zur Ladungssicherung gesichert werden.

Dazu gehört, dass beispielsweise Hunde während der Fahrt nicht herumrutschen, umfallen oder in den Fahrerraum springen können. Eine Anschnallpflicht des Tiers gibt es jedoch nicht.

Sie sollten als Hundebesitzer lediglich darauf achten, dass Ihr Hund sich im Auto nicht frei bewegen oder Sie beim Autofahren stören kann.

Geblitzt und nicht angeschnallt? Diese Bußgelder drohen

Laut Ladungssicherung müssen Sie Ihren Vierbeiner sichern, z. B. indem Sie den Hund anschnallen.
Laut Ladungssicherung müssen Sie Ihren Vierbeiner sichern, z. B. indem Sie den Hund anschnallen.

Seit der Einführung der Sicherungspflicht auf dem Rücksitz in PKW 1984 werden ebenfalls Bußgelder erhoben, wenn sich ein Insasse im Auto nicht mit dem Sicherheitsgurt anschnallen sollte.

Fahren ohne Gurt kostet demnach für den Fahrer des Wagens 30 Euro. Auch dann, wenn ein Beifahrer nicht angeschnallt sein sollte oder eine mitfahrende Person auf dem Rücksitz vom Auto nicht richtig mit einem Sicherheitsgurt gesichert ist, ist ein Verwarngeld von 30 Euro zu zahlen.

Gleiches Verwarngeld gilt, wenn Sie als Autofahrer nicht für die geeignete Sicherung eines Kindes im Kfz sorgen. Sollten Sie ein Kind ohne jegliche Sicherung – also sowohl ohne Sicherheitshurte als auch Kindersitze – befördern, so sind ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.

Sind mehrere Kinder im Fahrzeug, so steigt das Bußgeld, wenn diese nicht angeschnallt sind, auf 70 Euro. Zudem ist für den Fahrer bei Missachtung der Anschnallpflicht ein Zähler mehr auf dem Flensburger Punktekonto zu verzeichnen.

Bildnachweise:

istockphoto.com/maaram
istockphoto.com/AmazinGrace
fotolia.com/Gianfranco Bella

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