Bußgeldkatalog Geschwindigkeit

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Bußgeldtabelle Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Geschwindig­keits­überschreit­ung außerortsBußgeld PunkteFahrver­bot Lohnt ein Einspruch?
bis 10 km/h10 Euro
11 – 15 km/h20 Euro
16 – 20 km/h30 Euro
21 – 25 km/h70 Euro1
26 – 30 km/h80 Euro1
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61 – 70 km/h440 Euro22 MonateHier prüfen
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Bußgeldtabelle Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Geschwindig­keits­überschrei­tung innerortsBußgeld PunkteFahrver­bot Lohnt ein Einspruch?
bis 10 km/h15 Euro
11 – 15 km/h25 Euro
16 – 20 km/h35 Euro
21 – 25 km/h80 Euro1
26 – 30 km/h100 Euro1
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Zu schnell gefahren und geblitzt: Was nun?

Geblitzt? Eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann im schlimmsten Falle ein Fahrverbot nach sich ziehen
Geblitzt? Eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann im schlimmsten Falle ein Fahrverbot nach sich ziehen

Sieht man sich die häufigsten Unfallursachen bei Unfällen mit verletzten oder getöteten Personen an, ist die Geschwindigkeitsüberschreitung ganz vorn dabei. „Nicht angepasste Geschwindigkeit“ nennt das Bundesamt für Statistik in Deutschland den Tatbestand. Von insgesamt rund 362.000 „Unfällen mit Personenschaden“ im Jahr 2014 ist die vierthäufigste Ursache die Geschwindigkeitsübertretung (13 Prozent).

Davor finden sich Gründe wie ein ungenügender Abstand (14 Prozent), das Nichtbeachten der Vorfahrt (15 Prozent) oder Fehler beim Wenden, Rückwärtsfahren, Abbiegen oder Ein- und Anfahren (16 Prozent).

Wer zu schnell gefahren ist und infolgedessen geblitzt wird, muss mitunter mit hohen Strafen rechnen. Diese können sich noch einmal erhöhen, wenn der Verkehrsteilnehmer beharrlich gehandelt hat. Dann hat die zuständige Behörde freies Spiel und erweitert die Geldbuße beispielsweise mit einem Fahrverbot. Welche Strafen Sie bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erwarten können, lesen Sie im nachfolgenden Ratgeber.

Die wichtigsten Kategorien auf einen Blick:

Geschwindigkeitsüberschreitung: innerorts, außerorts oder in der Probezeit

Das Bußgeld bei einer Geschwindigkeitsübertretung ist abhängig vom Ort, an dem es geblitzt hat. Es gibt also grundsätzlich Unterschiede zwischen:

  • innerhalb einer Ortschaft oder
  • außerhalb einer Ortschaft.

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung, die außerorts begangen wurde, wird mit anderen Maßnahmen bestraft, als eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts. Das liegt darin begründet, dass das Risiko, innerhalb einer Ortschaft eine andere Person zu verletzen oder eine Sache zu beschädigen, höher ist.

Aus diesem Grund ist das Bußgeld bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts höher angesetzt und Maßnahmen wie beispielsweise Fahrverbote oder Punkte in Flensburg können bereits bei geringeren Geschwindigkeitsdifferenzen auftreten.

Die Geschwindigkeitsübertretung innerorts

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts wird hart bestaft
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts wird hart bestaft

Sind Sie innerorts zu schnell gefahren, drohen vergleichsweise höhere Bußgelder. Zudem sind die gesetzlichen Höchstgeschwindigkeiten niedriger. In einer Kommune gilt in der Regel eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Darüber hinaus gibt es zudem 30er Zonen, bei denen Sie höchstens 30 km/h fahren dürfen.

Diese Zonen finden Sie meist bei Kindergärten, Spielplätzen oder an Schulen. Auch an Wohngebieten sind sie beliebt, damit die Lebensqualität der Anwohner nicht sinkt. Wer hier geblitzt wird, muss die Kosten für eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts beachten.

Zudem gibt es sogenannte verkehrsberuhigte Bereiche, die auch Spielstraßen genannt werden. Hier dürfen Fußgänger über die gesamte Breite der Straße verkehren und Kinder überall spielen. Aus diesem Grund ist hier besondere Vorsicht geboten.

Laut verschiedenen Urteilen in Deutschland ist hier eine Geschwindigkeit von maximal 7 km/h zu fahren. Allgemein definiert die Straßenverkehrsordnung (StVO), dass Autofahrer Schrittgeschwindigkeit fahren müssen; also so langsam wie ein Fußgänger zum Gehen benötigt.

Bußgeld bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Fahren Sie innerorts in einen Blitzer, sind die Strafen besonders hoch. Dabei sind die Bußgelder, Punkte etc. nach der Differenz gestaffelt, die zwischen der Höchstgeschwindigkeit und Ihrer Geschwindigkeit auf dem Tacho liegt.

Werden Sie mit bis zu 10 km/h Differenz geblitzt, kostet dies ein Bußgeld von 15 Euro. Dieses erhöht sich um zehn Euro, wenn der Abstand zwischen 11 und 15 km/h liegt. Ab 15 km/h zu schnell, müssen Sie mit einem Bußgeld bei der Geschwindigkeitsüberschreitung von 35 Euro rechnen; bereits ab 21 km/h gibt es einen Punkt in Flensburg.

Beträgt die Differenz bereits 31 km/h, droht ein einmonatiges Fahrverbot. Falls Sie also 30 km/h zu schnell sind, könnten Sie noch „Glück haben“ und vom Fahrverbot verschont bleiben. Sind Sie jedoch ein sogenannter Wiederholungstäter, erwartet Sie dennoch ein Fahrverbot. Dies wird später im Text erklärt.

Die Geschwindigkeitsübertretung außerorts

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts ist es auch dann, wenn sich eine Baustelle auf der Autobahn befindet
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts ist es auch dann, wenn sich eine Baustelle auf der Autobahn befindet

Zwar ist das Risiko niedriger, bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts eine Person zu verletzen oder sogar zu töten, dennoch ist dies kein Kavaliersdelikt. Die Bußgelder sind vergleichsweise niedriger als bei einer Geschwindigkeitsübertretung innerorts, aber dennoch können sie im Portemonnaie schmerzen.

Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt oftmals eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Ab und zu können Verkehrsschilder diese Geschwindigkeit auf 70 km/h drosseln. Dies ist immer dann möglich, wenn es sich um eine Kreuzung handelt, bei der Abbieger zu einem See etc. gelangen.

An Baustellen kann die Geschwindigkeit noch weiter reduziert werden. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn zählt auch laut Bußgeldkatalog Geschwindigkeit zu den Bußgeldern und Maßnahmen, die außerorts verlangt werden.

Die Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn ist sehr gefährlich, da hier mitunter hohe Geschwindigkeiten erreicht werden und die Gefahr hoch ist, einen anderen Verkehrsteilnehmer zu verletzen.

Bußgeld bei einer Geschwindigkeitsübertretung außerorts

Sind Sie auf der Autobahn, auf einer Baustelle, auf einer Landstraße oder einer Bundesstraße zu schnell gefahren? Dann gilt hier die Strafe bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts. Einzige Ausnahmen bilden innerstädtische Baustellen oder Stadtautobahnen. Hier gilt der Bußgeldkatalog Geschwindigkeit für Taten innerhalb einer Ortschaft.

Das Bußgeld für eine erhöhte Geschwindigkeit von bis zu 10 km/h beträgt 10 Euro. Jeweils von 11 bis 15 km/h und von 16 bis 20 km/h erhöht sich dieses um zehn Euro nach oben. Der erste Punkt erwartet Sie ab 21 km/h zu schnell. Ein Fahrverbot von einem Monat wird dann fällig, wenn Sie mit 41 km/h zu viel geblitzt wurden.

Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit

Als A-Verstoß gilt die Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit
Als A-Verstoß gilt die Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit

Die Strafe bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit ist neben dem Bußgeld, den Punkten in Flensburg und dem Fahrverbot noch eine gänzlich andere. Denn bei der Fahrerlaubnis auf Probe werden alle Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr in A- und B-Verstöße eingeteilt:

  • A-Verstoß: schwerwiegende Tat
  • B-Verstoß: weniger schwerwiegende Tat

Zwei B-Verstöße sind mit einem A-Verstoß in etwa gleichzusetzen. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit ist immer ein A-Verstoß. Jedoch gibt es eine Sonderregelung. Denn erst ab Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 21 km/h kommen Maßnahmen auf den jungen Fahrer zu.

Begeht er also eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit und wird mit 21 km/h und mehr geblitzt, verlängert sich die Probezeit auf insgesamt vier Jahre. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber „Geblitzt in der Probezeit“.

Blitzer durchfahren: Das sind die Strafen

Die Strafe bei der Geschwindigkeitsüberschreitung hängt also maßgeblich davon ab, ob sie inner- oder außerorts begangen wurde. Das Fahrverbot droht bei folgender Geschwindigkeitsüberschreitung:

  • innerorts: ab 31 km/h
  • außerorts: ab 41 km/h

Der Bußgeldkatalog Geschwindigkeit sieht jedoch auch ein Fahrverbot für Wiederholungstäter vor. Sind Sie beispielsweise außerorts 30 km/h zu schnell, kann Ihnen dennoch ein Fahrverbot infolge der Geschwindigkeitsüberschreitung drohen. Denn wer zweimal im Zeitraum von 12 Monaten mit mehr als 25 km/h geblitzt wird, muss mit einem einmonatigen Fahrverbot rechnen. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber zu „Wiederholungstäter“.

Bildnachweise:
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