Ladung und Überladung

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Bußgeldtabelle Überladung

OrdnungswidrigkeitBußgeldPunkte
Überladung über 5 Prozent10 €
Überladung über 10 Prozent30 €
Überladung über 15 Prozent35 €
Überladung über 20 Prozent95 €1 Punkt
Überladung über 25 Prozent140 €1 Punkt
Überladung über 30 Prozent235 €1 Punkt

Bußgeldtabelle Ladungssicherung

OrdnungswidrigkeitBußgeld / Punkte
Ladung nicht gegen vermeidbaren Lärm gesichert10 €
Überstehende Ladung (über 3 Meter)20 €
Überstehende Ladung (über 1,5 Meter), die nach hinten hinausragt + Fahren einer Strecke von über 100 Kilometern20 €
Ladung, die nach vorne über das Fahrzeug hinausragt 20 €
Ladung, die über einen Meter hinausragt nicht mit notwendiger Leuchte kenntlich gemacht + Unterlassung des vorschriftsgemäßen Anbringens der vorgeschriebenen Sicherungsmittel25 €
Ladung oder Ladeeinrichtung nicht nach den Verkehrsvorschriften untergebracht oder keine ausreichende Sicherung gegen das Herabfallen vorgenommen35 €
... mit Gefährdung60 € / 1 Punkt
... mit Sachschaden75 € / 1 Punkt

Bußgeldrechner Überladung

Auto überladen? – Das erwartet Sie

Informieren Sie sich rechtzeitig über das zulässige Gesamtgewicht Ihres Autos, um eine Überladung zu vermeiden.
Informieren Sie sich rechtzeitig über das zulässige Gesamtgewicht Ihres Autos, um eine Überladung zu vermeiden.
Bei einer Überladung Ihres PKWs setzen Sie andere Verkehrsteilnehmer und auch sich selbst einem großen Sicherheitsrisiko aus. Gerade private Autofahrer sind oft nicht genau über Ladungssicherung und Überladung informiert. Um einer Strafe bei Überladung zu entgehen, sollten Sie erst einmal wissen, wie schwer ein Fahrzeug inklusive Ladung eigentlich sein darf. Das zulässige Gesamtgewicht (zGG) für Kraftfahrzeuge ist genau im Verkehrsrecht vermerkt.

Für PKW gelten dabei folgende Vorschriften der StVO:

  • Zulässiges Gesamtgewicht ohne Anhänger: weniger als 2,8 Tonnen bei leichtem PKW
  • Zulässiges Gesamtgewicht ohne Anhänger: weniger als 3,5 Tonnen bei schwerem PKW (z.B. Transporter)
  • Zulässiges Gesamtgewicht mit Anhänger/Ladung (Führerscheinklasse B): Kfz mit zGG unter 3,5 Tonnen und Anhänger mit zGG unter 750 Kilogramm
  • Zulässiges Gesamtgewicht mit Anhänger/Ladung (Führerscheinklasse B mit Erweiterung 96): Kfz mit zGG unter 3,5 Tonnen und Anhänger mit zGG über 750 Kilogramm (wenn das Gewicht des Anhängers nicht höher als das Eigengewicht ist und die zGG von Zugfahrzeug und Anhänger nicht 4,25 Tonnen überschreitet)
  • Zulässiges Gesamtgewicht mit Anhänger/Ladung (Führerscheinklasse BE): Kfz mit zGG unter 3,5 Tonnen und Anhänger mit zGG bis zu 3,5 Tonnen

Im Fahrzeugschein steht das zulässige Gesamtgewicht Ihres Pkw. Grundsätzlich ist es erlaubt, Ihr Fahrzeug mit rund 600 Kilo zu beladen. Dies mag auf den ersten Blick viel klingen, doch gerade wenn Sie mit dem Auto in den Urlaub fahren möchten, haben Sie es schneller überladen, als Sie glauben. Das Dachgepäck spielt ebenfalls eine Rolle. Es hängt vom Fahrzeugmodell ab, wieviel Gewicht sie laden dürfen, ohne eine Überladung zu riskieren. Bei einer Mercedes A-Klasse sind es beispielsweise 50 Kilogramm, bei einem VW-Golf bereits 75 Kilogramm. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie einfach beim Hersteller oder Händler nachfragen.

Auch wenn Sie gerne Souvenirs und Andenken aus dem Urlaub mit nach Hause bringen, sollten Sie insbesondere auf der Rückfahrt versuchen, eine Überladung Ihres PKWs zu vermeiden. Zudem dürfen die Höchstlasten für die einzelnen Achsen nicht überschritten werden. Diese Angabe finden Sie ebenfalls im Fahrzeugschein.

Auf ein überladenes Auto folgt ein Bußgeld

Die zulässige Ladung eines Fahrzeuges wird ermittelt, indem Sie das Leergewicht des Kfz (ohne Fahrer, mit serienmäßigem Bordwerkzeug und vollgetankt) vom zulässigen Gesamtgewicht abziehen. Diese Differenz verrät Ihnen die maximale Zuladung, um Ihr Fahrzeug nicht zu überladen. Der Bußgeldkatalog Überladung sieht bei einer nachgewiesenen Überladung ein Bußgeld von 10 bis 425 Euro vor. Laut Bußgeldrechner ist ein Fahrverbot nicht zu erwarten. Überschreiten Sie Ihr zulässiges Gesamtgewicht jedoch merklich, erhalten Sie Punkte in Flensburg.

Wichtig: Rechnen Sie nicht nur Gepäck, Reiseproviant und Co. mit ein, sondern auch Ihre Mitfahrer. Das im Fahrzeug angegebene Leergewicht enthält bereits 75 Kilogramm für den Fahrer.

Laut Bußgeldkatalog Überladung existiert eine Toleranzgrenze von 5 Prozent. Einen Bußgeldbescheid erhalten Sie also erst, wenn Ihr zulässiges Gesamtgewicht um mehr als 5 Prozent überschritten wird. Je nach Vergehen können Sie mit 10 bis 235 Euro rechnen. Erst bei mindestens 20 Prozent Überladung gibt es Punkte.

Sie können erst dann weiterfahren, wenn die Überladung direkt vor Ort behoben wird und Ihr zulässiges Gesamtgewicht nicht mehr überschritten wird.

Wichtige Informationen zu Anhängern

Wenn Sie Ihren Anhänger nicht überladen wollen, achten Sie auf die zulässige Anhängelast.
Wenn Sie Ihren Anhänger nicht überladen wollen, achten Sie auf die zulässige Anhängelast.
Wenn Sie Ihren Anhänger nicht überladen wollen, achten Sie auf die zulässige Anhängelast.[/caption]Wenn der Platz im Auto knapp wird, können zu große oder sperrige Ladungen auch mit dem Anhänger transportiert werden. Doch auch hier müssen Sie die in der StVO festgehaltenen Bestimmungen zur Anhängelast berücksichtigen. Wenn Sie Ihrem Anhänger nicht überladen wollen, dann sollten Sie die in Ihren Papieren vermerkte Anhängelast nicht überschreiten. Sollten Sie schon länger den Wunsch hegen, sich einen Anhänger anzuschaffen, sollten Sie die zulässige Anhängelast sowie die Stützlast des Zugfahrzeuges nicht außer Acht lassen.

Die zulässige Anhängerlast für Ihr Fahrzeug steht im Fahrzeugschein bzw. der Zulassungsbescheinigung Teil I. Die gebremste Anhängelast finden Sie im Fahrzeugschein unter der Nummer 28, die ungebremste Anhängelast steht unter 29. In der Zulassungsbescheinigung Teil I steht die gebremste Anhängelast unter 0,1 und die ungebremste Anhängelast ist die Nummer 0,2. Oft kann unter Nummer 33 (Bemerkungen) noch ein erhöhter Wert eingetragen werden bzw. bereits erfasst sein.

Ladung und Ladungssicherung

Jedoch sollten Sie sich nicht nur auf das Gesamtgewicht Ihres Fahrzeugs konzentrieren: Bei längeren Reisen im Auto geht es vor allem auch darum, das Gepäck sicher und gut zu verstauen. Es können beispielsweise Zurrgurte oder Antirutschmatten als Ladungssicherung verwendet werden, um zu gewährleisten, dass Ihr Gepäck keine Gefahr für den Verkehr darstellt, gleichzeitig aber auch selbst vor Schäden geschützt wird.

Das sagt die Straßenverkehrsordnung zur Ladungssicherheit

In § 22 StVO heißt es: Fahrer und Verlader müssen

“die Ladung einschließlich der Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen so verstauen und so sichern, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und her rollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.”

Laut § 23 StVO muss der Fahrer zudem dafür sorgen,

“dass das Fahrzeug sowie die Ladung vorschriftsmäßig gesichert sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung nicht leidet. Er muss die betriebssichere Beladung der Fahrzeuge und die Ladungssicherung beachten.”

Einer der häufigsten Fehler bei der Ladungssicherung ist das falsche Einschätzen der Ladung. Anzunehmen, diese könne allein durch ihr Gewicht gar nicht erst verrutschen bzw. eine langsame und vorsichtige Fahrweise würde ausreichen, ist schlichtweg verantwortungslos. Denn nicht das Gewicht sichert die Ladung vor dem Verrutschen, sondern die Reibung. Wenn Sie sich nicht an die Sicherheitsvorschriften halten, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen.

Überladung und falsche Ladungssicherung erhöhen Unfallgefahr

Besonders in der Urlaubszeit häufen sich die Verstöße von Überladung oder nicht vorhandener Ladungssicherung. Die StVO besteht nicht umsonst aus strengen Vorgaben: Ist das Auto überladen, ist das Unfallrisiko automatisch viel höher. Das Gleiche gilt für eine fehlende Ladungssicherung. Wer gegen das Verkehrsrecht verstößt, muss mit Strafen aus dem Bußgeldkatalog für Überladung rechnen und stellt zudem ein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer wie auch für sich selbst dar.

Bildnachweise:
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