Fahrverbot in Bußgeld umwandeln: Wann ist das möglich?

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Bußgeld statt Fahrverbot: Eine Umwandlung ist in gewissen Fällen möglich.
Bußgeld statt Fahrverbot: Eine Umwandlung ist in gewissen Fällen möglich.

Ein Fahrverbot trifft viele Autofahrer hart: Wie sollen sie nun ohne Führerschein ins Büro oder zum Einkaufen kommen – ist der Weg dahin doch viel zu weit, um ihn zu Fuß zu bestreiten.

Auch dann, wenn Sie beispielsweise auf dem Dorf wohnen und der Personennah­verkehr nicht ausreichend ausgebaut ist, kann der Entzug vom Führerschein Sie vor echte Probleme stellen.

In solch einem Fall haben Sie die Möglichkeit, ein laut Bußgeldkatalog verhängtes Fahrverbot in ein höheres Bußgeld umzuwandeln. Aber welche Voraussetzungen müssen dafür vorliegen? Ist es so einfach, sich vom Fahrverbot ‚freikaufen‘ und den Führerschein behalten zu können? Benötigen Sie zwingend einen Anwalt, wenn Sie das Fahrverbot umwandeln möchten?

Kann man das Fahrverbot in eine Geldstrafe umwandeln?

Zunächst sollte klargestellt werden: Das Fahrverbot zu umgehen – beispielsweise durch höheres Bußgeld – ist zwar grundsätzlich möglich, wird allerdings nur in gewissen Einzelfällen erlaubt. Oft ist solch eine Umwandlung vom Fahrverbot in eine Geldstrafe nur bei Ersttätern und in dringenden Notfällen – z. B. wenn Sie beruflich auf Ihren Führerschein angewiesen sind – erlaubt.

Das bedeutet: Hat ein Fahrer innerhalb des letzten Jahres bereits ein Fahrverbot erhalten, liegt eine Wiederholungstat vor – die Umwandlung ist demnach nicht bzw. nur schwer möglich. Auch bei Delikten mit Alkohol oder Drogen am Steuer oder bei bereits vorhandenen Eintragungen in Flensburg ist es schwierig, das Fahrverbot umwandeln zu können. In der Regel muss der Führerschein in solchen Fällen trotzdem für eine gewisse Zeit abgegeben werden.

Geldstrafe statt Fahrverbot: Wie beantragen Sie dies?

Sie können das Fahrverbot umwandeln, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.
Sie können das Fahrverbot umwandeln, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Wollen Sie Ihr Fahrverbot umwandeln in eine höhere Geldstrafe, so benötigen Sie dafür eine gute Begründung. Diese kann beispielsweise ein Job sein, mit dem Sie Ihren Lebensunterhalt verdienen und für den Sie dringend einen Führerschein benötigen – z. B. als Kraftfahrer.

Auch ein Anwalt kann Ihnen bei dieser Begründung zur Seite stehen und Ihnen helfen, das Fahrverbot umzuwandeln.

Aber auch ohne Anwalt können Sie versuchen, ein nach dem Bußgeldkatalog verhängtes Fahrverbot zu umgehen. Ebenfalls kann die Begründung des Augenblickversagens die Umwandlung vom Fahrverbot begünstigen, beispielsweise weil Sie sich in der Umgebung nicht auskannten oder schlicht ein Verkehrsschild übersehen haben.

Beachten Sie: Es gibt im Verkehrsrecht keinen Rechtsanspruch auf die Umwandlung vom Fahrverbot. Wie hoch das Bußgeld im Endeffekt ausfällt und ob Sie das Fahrverbot überhaupt umgehen können, bestimmt die Bußgeldstelle bzw. das Gericht. Viele sprechen in diesem Zusammenhang deshalb auch oft davon, das Fahrverbot so verkaufen zu können.

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