Führerscheinentzug: Wann ist der Lappen in Gefahr?

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Führerscheinentzug: Ab wann die Fahrerlaubnis entzogen wird, hängt von der Art des Verstoßes ab.
Führerscheinentzug: Ab wann die Fahrerlaubnis entzogen wird, hängt von der Art des Verstoßes ab.

Der Führerscheinentzug, oder auch der Entzug der Fahrerlaubnis, gehört zu den härtesten Sanktionen, die nach Verstößen im Straßenverkehr laut Bußgeldkatalog verhängt werden können. Dabei gibt es verschiedene Verstöße, die zu einer Entziehung der Fahrerlaubnis führen können.

Besonders für Vielfahrer ist ein Führerscheinentzug sehr ärgerlich, da dieser auch mit einer Sperrfrist von mindestens sechs Monaten einher geht. In diesem Zeitraum kann keine neue Fahrerlaubnis beantragt werden.

Anschließend stellt die Fahrerlaubnisbehörde meist Bedingungen für eine Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Diese zu erfüllen. ist Voraussetzung, um den Führerschein wiederzubekommen. Sie können beispielsweise aus einer MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) oder einer Nachschulung bestehen.

Mögliche Gründe für einen Führerscheinentzug

Wer im Straßenverkehr geltendes Recht missachtet, kann unter Umständen mit dem Entzug der Fahrerlaubnis bestraft werden. Hierfür können verschiedene Gründevorliegen. Es lässt sich jedoch sagen, dass nur schwere Verstöße, oder wiederholte Pflichtverletzungen mit einem Führerscheinentzug geahndet werden.

Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer

Wer betrunken Auto fährt, muss unter Umständen die Fahrerlaubnis abgeben.
Wer betrunken Auto fährt, muss unter Umständen die Fahrerlaubnis abgeben.

Sich nach dem Konsum von Alkohol noch hinter das Lenkrad zu setzen, sollte wohl überlegt sein. Bereits ab 0,3 Promille kann der Führerschein eingezogen werden, sofern auf gefährliche Weise in den Straßenverkehr eingegriffen wurde. Hierbei ist die eigentliche Promillegrenze von 0,5 unerheblich.

Zu einem Führerscheinentzug bei Alkohol am Steuer kommt es üblicherweise, wenn der Fahrer mit mehr als 1,1 Promille von der Polizei erwischt wird. Gleiches gilt im Übrigen für Wiederholungstäter. Wer erneut unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilnimmt, dem kann der Führerschein entzogen werden.

Die Bedingungen für die Neuerteilung des Führerscheins stellt anschließend die Fahrerlaubnisbehörde. Hierbei kann sowohl eine MPU, als auch ein Abstinenznachweis möglich sein.

Führerscheinentzug wegen Drogen am Steuer

Noch strenger als bei einer Alkoholfahrt, ist das Vorgehen nach einem positiven Drogentest während einer Verkehrskontrolle. Sobald auch der anschließende Bluttest positiv ausschlägt, wird die Fahrerlaubnis entzogen.

In der Regel wird anschließend auch eine MPU angeordnet, um die Fahrerlaubnis wiedererlangen zu können. Diese geht oft zudem mit Abstinenznachweisen über einen gewissen Zeitraum einher. Die dienen dazu, nachzuweisen, dass keine Drogen konsumiert wurden.

Führerscheinentzug durch hohe Geschwindigkeit

Nach einer Fahrt mit stark überhöhter Geschwindigkeit, kommt es in der Regel zu einem Fahrverbot, sowie zur Verhängung von einem Bußgeld und Punkten in Flensburg. Ein sofortiger Führerscheinentzug droht nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung meist nicht.

Es kann jedoch zu einem Entzug der Fahrerlaubnis durch zu schnelles Fahren kommen, sofern es sich um Wiederholungstaten handelt und der Betroffene entsprechend viele Punkte in Flensburg angesammelt hat.

Kommt ein Kfz-Fahrer auf insgesamt acht Punkte in Flensburg, wird die Fahrerlaubnis entzogen .

Kann ein Führerscheinentzug in der Probezeit erfolgen?

In der Probezeit gelten besondere Regeln für Fahranfänger. Diesen können bei Verstößen gegen die StVO neben einem Bußgeld, Punkten oder einem Fahrverbot noch weitere Konsequenzen drohen.

Dabei erfolgt Unterteilung in A- und B-Verstöße, A-Verstöße sind schwerwiegende Pflichtverletzungen, wogegen B-Verstöße weniger schwerwiegende Verstöße gegen die Verkehrsregeln darstellen. Im Folgenden nun jeweils ein Beispiel für beide Formen der Regelmissachtung:

  • Ein A-Verstoß ist beispielsweise eine Geschwindigkeitsüberschreitung ab 21 km/h.
  • Um einen B-Verstoß handelt es sich, wenn Sie ein Kfz mit abgefahrenen Reifen im öffentlichen Straßenverkehr führen.

Leisten sich Fahranfänger einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße, droht noch keine Führerscheinentzug, allerdings treten Probezeitmaßnahmen in Kraft: Der betroffene muss an einem kostenpflichtigen Aufbauseminar teilnehmen und die Probezeit wird um zwei Jahre verlängert.

Nach drei A-Verstößen, oder sechs B-Verstößen in der verlängerten Probezeit wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Was ist zu tun, nachdem der Führerschein entzogen wurde?

Wer betrunken Auto fährt, muss unter Umständen die Fahrerlaubnis abgeben.
Wer betrunken Auto fährt, muss unter Umständen die Fahrerlaubnis abgeben.

Ein Führerscheinentzug bringt zunächst auch eine Sperrfrist mit sich, nach deren Ablauf die Fahrerlaubnis neu beantragt werden kann. Liegt dieser Antrag bei der Fahrerlaubnisbehörde vor, entscheidet diese, unter welchen Voraussetzungen die Fahrerlaubnis wiedererteilt werden kann. Denkbar ist hierbei die Teilnahme an einer MPU.

Wer beispielsweise durch Alkohol einen Führerscheinentzug angeordnet bekam, der muss gegebenenfalls auch nochAbstinenznachweise einreichen.

Führerscheinentzug: Wann den Führerschein abgeben?

Grundsätzlich gilt, dass nach einem Führerscheinentzug das Dokument sofort abgegeben werden muss. Wer die geltende Frist nicht wahrnimmt, riskiert ein Bußgeld.

TatbestandBußgeld
Führerschein nach Entziehung der Fahrerlaubnis nicht unverzüglich abgegeben25 Euro
Führerschein nicht zur Eintragung von Beschränkungen oder Auflagen bei der Behörde abgegeben25 Euro
Führerschein zur Fahrgastbeförderung nach Entziehung der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung nicht unverzüglich abgegeben25 Euro
Allgemeiner Führerschein nach Entziehung der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung nicht unverzüglich abgegeben25 Euro

Wann kommt es zur Verjährung beim Führerscheinentzug?

Auch beim Führerscheinentzug kann eine Verjährung der MPU-Anordnung eintreten. Wer lange genug auf seinen Führerschein verzichten kann, kann die Tilgungsfrist von 10 bis 15 Jahren abwarten. Diese Frist richtet sich nach dem Vergehen, für das der Führerschein entzogen wurde.

In diesem Fall muss in aller Regel keine MPU gemacht, sondern lediglich die Frist abgewartet werden. Diese kann sich jedoch auch verlängern, sofern der Fahrer während diesem Zeitraum erneut auffällig wird.

Nachdem die Tilgungsfrist vergangen ist, wird jedoch in der Regel das Ablegen einer erneuten Prüfung verlangt, da davon ausgegangen wird, dass in der Zwischenzeit die Fahrkenntnisse verloren gegangen sind.

Einspruch gegen den Führerscheinentzug einlegen

Um einem Führerscheinentzug zu entgehen, kann Einspruch gegen diesen eingelegt werden. Hierfür gilt es den Bußgeldbescheid, sowie das Schreiben der Behörde, mit der Aufforderung zur Abgabe des Führerscheins, abzuwarten. Dieser Bescheid kann anschließend auf mögliche Fehler geprüft werden und ein Widerspruch kann eingereicht werden.

Wichtig ist hierbei jedoch die Ablauffrist zu beachten. Diese beträgt in der Regel 14 Tage.

Bildnachweise:
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