Handy am Steuer: Kann ein Einspruch erfolgreich sein?

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
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Nur ganz kurz aufs Handy geschaut?

Handy am Steuer: Einen Einspruch können Sie auch als Radfahrer einlegen.
Handy am Steuer: Einen Einspruch können Sie auch als Radfahrer einlegen.

Schauen Sie sich einmal richtig im Straßenverkehr um, so werden Sie schnell feststellen, dass es keine Seltenheit mehr ist, ein Handy am Steuer zu nutzen. Dass dies allerdings eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die nach dem Bußgeldkatalog geahndet werden kann, interessiert nur die wenigsten Autofahrer.

Zu verlockend ist die Möglichkeit, auf der Fahrt mit dem Auto schnell ein paar Telefonate erledigen zu können oder ein paar Kurznachrichten zu verschicken. Wer dies allerdings tut und mit dem Handy am Ohr beim Telefonieren erwischt wird, muss damit rechnen, ein Bußgeld zahlen zu müssen.

Auch ein Punkt in Flensburg ist bei der Handynutzung im Straßenverkehr möglich. Aber lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid wegen Handy am Steuer? Welche Gründe können angeführt werden, die einen solchen rechtfertigen können?

Handy am Steuer: Wie Sie Einspruch einlegen können

Wurden Sie mit Ihrem Handy am Steuer von der Polizei gesehen, dauert es normalerweise nicht mehr lange und Ihnen flattert ein Bußgeldbescheid ins Haus. Auf diesem sind dann die Ihnen vorgeworfene Ordnungswidrigkeit inklusive der im Bußgeldkatalog dazu festgelegten Strafe verzeichnet: Ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro sowie ein Punkt in Flensburg sind dabei normalerweise fällig.

Wurden Sie auf dem Fahrrad bei der Bedienung Ihres Mobiltelefons erwischt, müssen Sie 25 Euro zahlen. Sind Sie mit der Strafe nicht einverstanden oder empfinden den Vorwurf als ungerechtfertigt, können Sie innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Bescheids Einspruch dagegen einlegen. Diesen richten Sie an die Behörde, von der Sie den Bußgeldbescheid wegen des genutzten Handys im Fahrzeug erhalten haben. In der Folge wird dann ein Zwischenverfahren eingeleitet, bei dem die Tatsachen von der Behörde noch einmal überprüft werden.

Hält diese an ihren Vorwürfen fest, wird die Sache an das Gericht weitergeleitet und das Hauptverfahren beginnt. Am Ende dieses steht dann die Entscheidung: Entweder Sie werden als unschuldig betitelt oder die Strafe bleibt bestehen. Im ungünstigsten Fall kann sie sogar höher sein als vor dem Einlegen vom Einspruch gegen das Handy am Steuer.

Bußgeld wegen Handy am Steuer: Wann der Einspruch erfolgreich ist

Bußgeld wegen Handy am Steuer? Ein Einspruch lohnt sich nur in gewissen Fällen.
Bußgeld wegen Handy am Steuer? Ein Einspruch lohnt sich nur in gewissen Fällen.

Grundsätzlich ist es für Autofahrer schwierig, zu bestreiten, dass sie beim Fahren das Handy genutzt haben. Zumindest dann, wenn es auf dem Blitzerfoto eindeutig zu sehen ist.

Trotzdem gibt es immer wieder Gerichtsurteile, die unterstreichen, dass gegen den Vorwurf vom Handy am Steuer ein Einspruch durchaus zum erhofften Erfolg führen kann.

Das ist beispielsweise der Fall, wenn das Handy nur in der Hand gehalten, allerdings nicht genutzt wird, um zu telefonieren oder Nachrichten zu tippen. Im November 2014 wurde der Vorwurf gegen einen jungen Mann vor Gericht fallengelassen, da er das Telefon nicht benutzt, sondern lediglich aufgehoben und sich danach am Ohr gekratzt habe.

Etwa ein Jahr später hatte ein wegen Handy am Steuer eingelegter Einspruch Erfolg, da der beschuldigte Autofahrer lediglich das Ladekabel angeschlossen, das Mobiltelefon aber nicht genutzt hatte.

Beachten Sie: Lediglich das konkrete Nutzen des Smartphones zum Telefonieren, Schreiben oder zur Statusaktualisierung bei laufendem Motor vom Auto wird als Ordnungswidrigkeit tituliert. Heben Sie das Telefon nur auf und schauen nicht auf den Bildschirm, kann ein Einspruch erfolgreich sein. Dies zu beweisen ist allerdings für den Fahrer immer schwierig.

Bildnachweise:
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