Das Verwarnungsgeld nicht bezahlt: Kommt ein Bußgeld auf Sie zu?

Von bussgeldbescheid-einspruch.com, letzte Aktualisierung am: 25. August 2020

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Viele Autofahrer wissen nicht, dass es zwei Arten von Geldstrafen gibt, die bei Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr drohen: das Bußgeld und das Verwarngeld. Wird das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, kommt ein Bußgeld auf Sie zu.

Bei der Überweisung des Verwarnungsgeldes passieren häufig Fehler, welche dazu führen, dass das Verwarngeld zum Bußgeld wird. Wie Sie dem aus dem Weg gehen können, wird im folgenden Ratgeber geklärt.

Was ist eigentlich ein Verwarnungsgeld?

Wer das von der Polizei erhobene Verwarnungsgeld nicht bezahlt, muss ein Bußgeld erwarten.
Wer das von der Polizei erhobene Verwarnungsgeld nicht bezahlt, muss ein Bußgeld erwarten.

Eine Verwarnung – umgangssprachlich auch Strafzettel oder Knöllchen genannt – kann von der Polizei oder dem Ordnungsamt bei geringfügigen Ordnungswidrigkeiten ausgesprochen. Zu diesen zählen unter anderem Halte- und Parkverstöße.

Die Verwarnung kann mündlich oder schriftlich erfolgen und ein Verwarngeld enthalten. Die Höhe liegt dabei zwischen 5 und 55 Euro. Es können aber auch Verwarnungen ohne Verwarngeld erteilt werden. Laut § 55 Abs. 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG) ist auch bei einer Verwarnung eine Anhörung möglich.

Wann wird ein Verwarnungsgeld zum Bußgeld?

Eine Verwarnung wird dann wirksam, wenn der Betroffene den geforderten Betrag entweder sofort zahlt oder innerhalb einer Frist von einer Woche an die betreffende Behörde überweist.

Das Unterlassen der Zahlung eines Verwarnungsgeldes wird als Nichtannahme des Angebotes durch den Betroffenen gewertet. Wird das geforderte Verwarnungsgeld nicht bezahlt, wird ein Bußgeld erhoben. Dieses enthält immer auch weitere Kosten in Form von Auslagen und Gebühren und fällt somit teurer aus.

Was kann dazu führen, dass das Verwarnungsgeld als nicht bezahlt gilt?

Wird das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, droht ein Bußgeld.
Wird das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, droht ein Bußgeld.

Und auch wenn Sie den Betrag bezahlen, dabei jedoch Fehler machen, kommt ein Bußgeld auf Sie zu. Vermeiden Sie also folgende Fehler, denn wird das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, droht ein Bußgeld.

  1. Fehlende oder falsche Angabe des Aktenzeichens bei der Überweisung
    Geben Sie bei der Überweisung kein oder ein falsches Aktenzeichen an, so kann Ihnen Ihre Zahlung in den meisten Fällen nicht zugeordnet werden. Trotz fristgerechter Zahlung gilt das Verwarnungsgeld dann als nicht bezahlt. Ein Bußgeld ist die Folge.
  2. Sie überweisen das Verwarngeld zu spät
    Die Geldbuße muss innerhalb einer einwöchigen Frist überwiesen werden. Überschreiten Sie diesen Zeitraum, wird von der Bußgeldstelle ein Verfahren eingeleitet.
  3. Sie überweisen einen zu geringen Betrag
    Auch wer einen zu niedrigen Betrag überweist, muss mit einem Bußgeldbescheid rechnen.
Sollten Sie einen Bußgeldbescheid bekommen, können Sie innerhalb von zwei Wochen nach dessen Zustellung Einspruch einlegen. Dies ist besonders dann ratsam, wenn hohe Geldstrafen, Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot drohen.

FAQ: Das Wichtigste zum Thema “Verwarnungsgeld nicht bezahlt”

Bekomme ich einen Bußgeldbescheid, wenn ich das Verwarnungsgeld nicht bezahle?

Halten Sie die Frist für die Zahlung des Verwarnungsgeldes nicht ein, wird ein Bußgeldverfahren eröffnet und Sie erhalten einen Bußgeldbescheid.

Welchen Nachteil hat ein Bußgeldbescheid?

Erstellt die Behörde einen Bußgeldbescheid, werden Gebühren von mindestens 25 Euro sowie eine Pauschale für den Versand fällig.

Bildnachweise:
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fotolia.com – Peter Maszlen

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12 Gedanken zu „Das Verwarnungsgeld nicht bezahlt: Kommt ein Bußgeld auf Sie zu?“

  1. Hallo, ich weiß nicht mehr genau, ob ich mein Verwarnungsgeld (15 Euro wegen Falschparkens) bezahlt habe oder nicht. Kann ich das irgendwie herausfinden? Und was passiert weiterhin, falls ich es noch nicht überwiesen habe.

    1. Hallo Andreas,

      haben Sie das Verwarnungsgeld überwiesen, muss dies auf Ihren Kontoauszügen ersichtlich sein. Ansonsten können Sie sich an die zuständige Behörde wenden. Haben Sie nicht pünktlich bezahlt, wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet, welches mit zusätzlichen Kosten einhergeht.

      Das Team von bussgeldbescheid-einspruch.com

  2. Ich habe am 18.10.17 ein Verwarnungsgeld i.H.v. 10,00€ für Parken ohne gültigen Parkschein erhalten, welchen ich nicht bezahlt habe. Am 16.01.18 wurde mir ein Kostenbescheid mit Datum vom 12.01.18 zugestellt.
    Ich habe mal gehört, dass die Bußgeldstelle nur eine bestimmte Frist hat um mich zu mahnen und ich finde fast drei Monate eine sehr lange Zeit. Habe ich vielleicht Glück und die Bußgeldstelle war zu langsam und ich kann Einspruch einlegen?

    1. Hallo Lisa,

      die Verjährung eines Strafzettels wegen Falschparkens erfolgt nach drei Monaten.

      Die Redaktion von bussgeldbescheid-einspruch.com

    1. Hallo Leyla,

      Das Verwarnungsgeld muss innerhalb einer einwöchigen Frist überwiesen werden. Überschreiten Sie diesen Zeitraum, wird von der Bußgeldstelle ein Verfahren eingeleitet.

      Das Team von bussgeldbescheid-einspruch.com

  3. Hallo zusammen,

    ich habe keinen Brief über einen Verwarnungsgeld erhalten, dafür einen Bußgeldbescheid. Den Einspruch lehnt die Bußgeldstelle mit der Begründung ab, das sie keinen Nachweis erbringen muss und der Brief auch nicht zurückkam. Der Gesetzgeber macht auch keinen Unterschied, ob die Verwarnung mich erreicht hat oder nicht. Aber wie soll ich den fristgerecht bezahlten, wenn gar keine Verwarnung eingegangen ist. Verstehe ich das richtig, dass das völlig in Ordnung geht, wenn die Bußgeldstelle gar keinen Brief mit dem Verwarnungsgeld zusenden muss, sondern gleich die Verwarnung plus Gebühren verlangen kann? Viele Grüße Antje Kinast

  4. Hallo,

    wir, eine Gruppe von Motorraedern parkten auf einem Gehweg neben einer Gaststaette da keine Parkmoeglichkeiten gegeben waren! Eine vorbeifahrende private Person knipste Bilder von uns und einige Biker bekammen von der Polizei ein Bussgeldbescheid von 20,- Euro! Frage: ist das Rechtens, und darf er ueberhaupt aus einem heranfahrenden Auto Bilder machen??

  5. Meine Schwester hat ein Verwarngeld erhalten, da Sie angeblich mit ihrem Fahrzeug ein anderes Auto berührt hat. Da meine Schwester zu der Zeit nicht am Auto gewesen sein kann, liegt hier eine falsche Beschuldigung vor. Das haben wir der Polizei auch schon schriftlich mitgeteilt. Wie sollen wir hier am besten mit der Verwarnung verfahren?

  6. Hallo,
    ich habe im November 2018 einen Anhörungsbogen plus Verwarnung mit Verwarnungsgeld von einer Brandenburger Bußgeldstelle erhalten.
    Der Vorwurf : Verstoß gegen § 16 Abs.1 und 2 Waldgesetz des Landes Brandenburg, ( Parken im Wald).
    Es wurden keine Beweismittel wie Zeugen oder Fotos angegeben.
    Die Farbe des Wagens stimmte nicht, nur das Kennzeichen war das Meine.

    Ich habe das angebotene Verwarnungsgeld nicht bezahlt und die Behörde schriftlich dazu angeregt, die Beweismittel zu prüfen, da es sich zwar um mein Kennzeichen, nicht aber um mein Fahrzeug handele.

    Danach war Ruhe. Gestern, 16 Monate später, erhielt ich per Zustellungsurkunde einen Kostenbescheid von der Brandenburger Bußgeldstelle in Höhe der entstandenen Aufwendungen des Verfahrens von 28,50 €.
    Begründet wurde mit § 38 Abs. 3 des Waldgesetzes des Landes Brandenburg.
    “Die Feststellung des Fahrers des Kraftfahrzeuges, der im vorliegenden Fall den Verstoß begangen hat, war nicht möglich bzw. hätte einen unangemessen Aufwand erfordert . Ihnen werden daher als Halter des Kraftfahrzeuges die entstandenen Aufwendungen des Verfahrens auferlegt”
    Für mich eine unzulässige, die Unschuldsvermutung verletzende Schuldzuschreibung.
    Was soll ich jetzt tun?

  7. Guten Morgen
    Ich habe eine frage ich habe ein Beleg von der Polizei bekommen für ein verwarnungsgeld war mit dem Rad auf der falschen Straßen seite nun Kamm viel stress und ich habe an den Beleg nicht. Mehr gedacht um die Summe zu bezahlen was kann nun passieren muss ich die 15 € nun in haft ab sitzen

  8. Ich habe innerhalb von 2 h,
    3 schriftliche Verwarnungen a 15 E für die selbe Ordnungswidrigkeit erhalten….
    für : Sie parkten nicht am rechten Fahrbahnrand !
    Ist das rechtens, oder soll ich auf Bußgeld Bescheid warten, und dann Einspruch erheben….?

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