VKS 3.0 & 3.1: Verkehrskontroll­system zur Abstandsmessung

Von bussgeldbescheid-einspruch.com, letzte Aktualisierung am: 2. September 2021

Wann wird das VKS 3.0 eingesetzt?

Das VKS 3.0 bzw. 3.1 kann Abstands- und Geschwindigkeitsverstöße aufzeichnen.
Das VKS 3.0 bzw. 3.1 kann Abstands- und Geschwindigkeitsverstöße aufzeichnen.

Das Verkehrskontrollsystem VKS 3.0 wird zur Messung vom Abstand zwischen Fahrzeugen eingesetzt. Ebenso ist das Messgerät in der Lage, Geschwindigkeits­verstöße aufzuzeichnen.

Als Allrounder deckt das VKS 3.0 also Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr auf, die aufgrund folgender Sanktionen für mehr Aufmerksamkeit und Sicherheit sorgen sollen.

Aber wie funktioniert die Abstandsmessung genau? Und welche Messfehler können bei der Benutzung des VKS 3.0 auftreten?

VKS 3.0: Abstandsmessung durch zwei Kameras

Bei der Verwendung des mobilen VKS 3.0 werden zwei Kameras auf einer Brücke montiert. Diese können bis zu 300 Meter im Voraus den Verkehr aufzeichnen, der relevante Messbereich entspricht allerdings einer Strecke von lediglich 90 bis 40 Metern vor der Brücke. Zusätzlich wird eine Kamera unter der Brücke installiert, um den Verkehrssünder mit dem Blitzer aufzuzeichnen.

Zwei Markierungen auf der Fahrbahn als Kontrollpunkte geben die Richtwerte für die Aufzeichnung vor. Mit dem VKS 3.0 – wie auch mit der stationären Version VKS 3.1 – wird dann die Videoaufnahme mit einer speziellen Computersoftware ausgewertet. Durch diese kann dann der Abstand bzw. die Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der Straße errechnet werden.

Fehlmessungen: Vidit Systems VKS 3.0

Das Verkehrskontroll­system VKS 3.0 weckt bei vielen Gerichten Unmut aufgrund der Videoaufzeichnung.
Das Verkehrskontroll­system VKS 3.0 weckt bei vielen Gerichten Unmut aufgrund der Videoaufzeichnung.

Auch das VKS 3.0 ist nicht unfehlbar. Aus diesem Grund haben sich diverse Gerichte bereits öfter zur Rechtmäßigkeit des Einsatzes vom VKS 3.0 bzw. 3.1 geäußert.

So entschied das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2009 beispielsweise, dass das Verkehrskontrollsystem VKS 3.0 durch die permanente Kontrolle von Fahrzeugen einen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung bedeuten würde und demnach nicht rechtmäßig sei.

Auch die Oberlandesgerichte in Hamm, Oldenburg und Dresden sprachen ähnliche Befürchtungen aus.

Das Oberlandesgericht in Düsseldorf jedoch folgte dieser Ansicht zuletzt nicht: Demnach sei die Messung durch das VKS 3.0 bzw. 3.1 verwertbar.

Beachten Sie: Sollten Sie einen Bußgeldbescheid aufgrund eines Abstandsverstoßes erhalten, der auf einer Messung des VKS 3.0 basiert, kann es sinnvoll sein, einen Anwalt für Verkehrsrecht einzuschalten. Dieser kann Sie hinsichtlich eines Einspruchs beraten, der im Hinblick auf die uneinige Rechtsprechung oder andere Messfehler durchaus erfolgreich sein kann.

FAQ: Das Wichtigste zu VKS 3.0

Welche Verstöße können durch VKS 3.0 aufgedeckt werden

Das Gerät kann Abstandsverstöße im Straßenverkehr aufdecken.

Wie funktioniert die Abstandsmessung mit VKS 3.0?

Hier können Sie sich darüber informieren, wie die Abstandsmessung durch VKS 3.0 funktioniert.

Kann es zu Fehlmessungen kommen?

Grundsätzlich kann es bei jedem Blitzer zu Fehlmessungen kommen. Ob die Messungen durch VKS 3.0 nach Auffassung der Gerichte verwertbar ist, lesen Sie hier.

Bildnachweise:
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